Was ist SEO?

SEO steht für Search Engine Optimization (engl. für Suchmaschinenoptimierung). Unter diesem Begriff werden alle Methoden bzw. Tätigkeiten zusammengefasst, die das Ziel verfolgen, mehr Webseitenbesucher über Suchmaschinen wie Google zu bekommen und zwar ohne dafür Geld an Google zu bezahlen. Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es also, dass die optimierte Webseite zu bestimmten Suchbegriffen ganz oben in der Ergebnisliste erscheint.

So funktioniert SEO

Vereinfacht gesagt, geht es bei der Suchmaschinenoptimierung um vier Dinge:

  1. Keyword-Recherche: Finden Sie heraus, für welche Suchbegriffe (engl. Keywords) es sich lohnt, gefunden zu werden. Verkaufen Sie bspw. Brillen online, wäre „Brillen online“ ein Begriff, für den es sich lohnt, bei Suchmaschinen gefunden zu werden. Es gibt jedoch hunderte weitere Suchbegriffe im Zusammenhang mit Brillen, nach denen Ihre potentiellen Kunden suchen.
  2. OnPage-Optimierung: Erstellen Sie Inhalte rund um die Suchbegriffe, zu denen Sie gefunden werden möchten. Gestalten Sie Ihre Webseite technisch so, dass Suchmaschinen diese Inhalte finden.
  3. OffPage-OptimierungBringen Sie Suchmaschinen dazu, diese Inhalte gut zu ranken (= sie ganz oben in der Ergebnisliste anzuzeigen). Das Suchmaschinen-Ranking basiert größtenteils auf Faktoren, die sich außerhalb der Webseite befinden (engl. off page). Traditionell beinhaltet die OffPage-Optimierung vor allem den Backlinkaufbau (engl. Link Building). Dabei geht es darum, andere Webseitenbetreiber dazu zu bringen, einen Link zu Ihrer eigenen Webseite zu setzen. Solche Links bzw. Backlinks sind einer der wichtigsten Rankingfaktoren. Die Seite mit den meisten bzw. besten Backlinks, rankt bei Suchmaschinen ganz oben.
  4. E-A-T: E-A-T (Expertise, Authoritativeness, and Trustworthiness, engl. für Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit) ist ein von Google geprägter Begriff, der seit 2018 zunehmend wichtiger wird. Google drückt damit aus, dass Webseiten bevorzugt werden, die sich durch Fachwissen auszeichnen und die von Nutzern als vertrauenswürdige Autoritäten betrachtet werden.

Keyword-Recherche

Bei der Keyword-Recherche geht es darum, folgende Fragen zu beantworten:

  • Wonach suchen die Leute?
  • Wie viele Leute suchen danach?
  • Welche Absicht steckt dahinter?

Wonach suchen die Leute?

Um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung an den Mann zu bringen, ist es unerlässlich zu wissen, wie Ihre Zielgruppe nach einem derartigen Produkt oder einer derartigen Dienstleistung sucht. Die Beantwortung dieser Frage ist ein entscheidender erster Schritt im Keyword-Rechercheprozess.

Sie haben wahrscheinlich ein paar Keywords im Sinn, für die Sie gefunden werden möchten. Beginnen Sie also mit diesen! Sie können diese Keywords z. B. in ein Keyword-Recherche-Tool eingeben , um das durchschnittliche monatliche Suchvolumen und verwandte Keywords zu ermitteln. Das beste Tool dieser Art ist der kostenlose Keyword Planner von Google. Sobald Sie Ihre Start-Keywords in den Keyword-Planner eingegeben haben, werden Sie andere Schlüsselwörter, häufig gestellte Fragen und Themen für Ihre Inhalte entdecken, die Sie sonst möglicherweise übersehen hätten.

Nehmen wir das Beispiel eines Floristen, der sich auf Hochzeiten spezialisiert hat. Wenn Sie „Hochzeit“ und „Florist“ in ein Keyword-Recherche-Tool eingeben, entdecken Sie möglicherweise hochrelevante, stark nach verwandten Begriffen gesuchte Begriffe wie:

  • Brautstrauß
  • Hochzeit Blumendeko
  • Blumen für Hochzeit bestellen

Wie viele Leute suchen danach?

Sie werden feststellen, dass das Suchvolumen, also die Häufigkeit, mit der diese Begriffe bei Google gesucht werden, für die einzelnen Keywords sehr unterschiedlich ist. Während Sie auf jeden Fall auf Begriffe abzielen sollten, nach denen Ihre Zielgruppe sucht, kann es in einigen Fällen vorteilhaft sein, gezielt Begriffe mit geringerem Suchvolumen herauszusuchen, da es bei diesen oft weniger Konkurrenz in der Suchergebnisliste gibt.

Es ist wunderbar, für Begriffe gefunden zu werden, die 50.000 Suchanfragen pro Monat oder mehr haben. In Wirklichkeit machen diese beliebten Suchbegriffe jedoch nur einen Bruchteil aller im Web durchgeführten Suchanfragen aus. Tatsächlich weisen Keywords mit sehr hohem Suchvolumen meist auf eine unklare Absicht hin. Wenn Sie auf diese Begriffe abzielen, besteht das Risiko, dass Sie Besucher auf Ihre Website locken, deren Absicht nicht mit dem Inhalt Ihrer Seite übereinstimmen.

Welche Absicht steckt dahinter?

Möchte der Suchende einen Brautstrauß online bestellen? Oder nur schöne Bilder von Brautsträußen ansehen? Oder ist er gar an der traditionellen Bedeutung von Brautsträßen interessiert? Vielleicht sucht er auch nur einen Blumenladen vor Ort, der Brautsträuße anbietet. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Suchende es ein weiteres Mal versucht, mit einem verfeinerten Suchbegriff wie „Brautstrauß online bestellen“, „Bedeutung von Brautsträußen“ oder „Brautstrauß München-Bogenhausen“. Achten Sie daher nicht allzusehr auf das Suchvolumen, sondern vor allem auf die Absicht, die dahinter steckt.

OnPage-Optimierung

Bei der OnPage-Optimierung geht es zum einen darum, passende Inhalte zu Ihren Suchbegriffen zu erstellen. Zum anderen geht es um technische Richtlinien, nach denen Ihre Webseite gestaltet sein sollte, um von Suchmaschinen gefunden zu werden. Letzteres ist ein gelöstes Problem, dass sie getrost Ihrer Webagentur überlassen können. Konzentrieren Sie sich bei der OnPage-Optimierung daher auf die Erstellung von Inhalten.

Bei der Erstellung von suchmaschinenoptimierten Inhalten für Ihre Webseite spielen zwei Dinge eine Rolle:

  • Geben Sie dem Besucher genau das, wonach er sucht
  • Umgeben Sie die eigentliche Information mit Text, der die jeweiligen Suchbegriffe enthält

Wenn jemand nach Inspirationen für eine Blumendeko sucht, zeigen Sie ihm inspirierende Bilder mit Blumendekorationen. Je mehr, desto besser. Machen Sie es ihm so einfach wie möglich und verzichten Sie auf alles, was die Nutzererfahrung trüben könnte.

Da Suchmaschinen letztendlich nur Text und keine Bilder „verstehen“ können, sollte sich auf der Seite mit den Bildern zusätzlich ein Text befinden, der erklärt, was auf der Seite zu sehen ist. Die einfache Variante ist es, unter den Bildern einen Textblock zu platzieren. Wenn Sie Ihrer Konkurrenz voraus sein wollen, verzichten Sie auf den Textblock und beschreiben stattdessen jedes einzelne Bild so, dass es auch für menschliche Nutzer eine Freude ist, die Beschreibungen zu lesen.

OffPage-Optimierung & Linkbuilding

Die OffPage-Optimierung oder besser gesagt der Aufbau von Backlinks ist die Königsdisziplin in der Suchmaschinenoptimierung, daher gibt es dazu auf Webtique einen eigenen Artikel.

E-A-T

Google bevorzugt Webseiten, die sich durch Fachwissen auszeichnen und die von Nutzern als vertrauenswürdige Autoritäten betrachtet werden. Das war schon immer so und ist an sich nichts neues. Google kann aber die inhaltliche Qualität eines Textes und die vertrauenswürdigkeit eines Autors nicht wirklich berechnen und hat daher in der Vergangenheit vor allem auf die Auswertung von Links gesetzt. Je mehr Webseiten eine Webseite verlinken, desto vertrauenswürdiger und qualitativ hochwertiger ist die verlinkte Seite aus Sicht von Google. Das Problem ist, dass Suchmaschinenoptimierer sich diesen Umstand zu nutze gemacht haben und gezielt Links tauschen, verkaufen oder sonstwie platzieren, um Google-Rankings zu verbessern. Mittlerweile setzt kaum noch jemand einen Link ohne dabei an Suchmaschinenrankings zu denken.

Das neue an E-A-T ist, dass Google das Fachwissen, die Autorität und die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite seit einiger Zeit vermutlich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz berechnet. Das hat wiederum zur Folge, dass das darauf basierende Ranking nur indirekt beeinflusst werden kann. Es geht also darum, Google zu überzeugen, dass die eigene Webseite vertrauenswürdige, von Experten erstellte Inhalte enthält.

Seien Sie ein Experte (oder mieten Sie einen)

In der Vergangenheit war es eine gängige Strategie, möglichst viele lange Texte von freiberuflichen SEO-Textern (oder von Praktikanten) zu möglichst niedrigen Preisen erstellen zu lassen. Wenn das Ihre Strategie ist, sind Sie in Schwierigkeiten. Das liegt daran, dass Google nur noch Inhalte anzeigen möchte, die von echten Fachleuten verfasst wurden.

Google fordert bspw., dass medizinische Inhalte von Angehörigen der Gesundheitsberufe verfasst sein müssen, um bei Google gefunden zu werden. Wenn Sie also möchten, dass Ihre Inhalte bei Google gut ranken, müssen diese von Leuten geschrieben werden, die sich wirklich auskennen.

Seien Sie transparent

Wie erwähnt, können Sie den E-A-T-Wert, den Google Ihrer Webseite beimisst, nicht direkt beeinflussen. Im Web finden sich zahlreiche Artikel von Suchmaschinenoptimierern, die es trotzdem versuchen, indem sie ausführliche Hintergrund-Informationen veröffentlichen:

  • Ausführliche Über-Uns-Seite
  • Leicht zu findende Kontaktseite
  • Verweise und Links zu Quellen
  • Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen
  • Autoren-Bylines zu jedem Artikel

Zitiert werden

Ein wesentlicher Teil der E-A-T-Bewertung erfolgt vermtulich außerhalb Ihrer Webseite. Jeder kann schließlich selbst von sich behaupten, ein Experte zu sein. Andere Websites dazu zu bringen, Ihnen zuzustimmen, ist dagegen schwieriger.

Um Google die eigene Vertrauenswürdigkeit zu beweisen, macht es daher Sinn, auf möglichst vielen anderen vertrauenswürdigen Webseiten zitiert zu werden. Um das zu erreichen, eignet sich dieselbe Vorgehensweise wie beim Linkaufbau. Mit dem Unterschied, dass es nicht (nur) um Links geht, sondern um Zitate. Zitiert werden sollte dabei nicht die Webseite selbst, sondern ein Autor (= Experte), der die Inhalte für Ihre Webseite erstellt.

Fazit

Ohne Links geht es nicht. Trotz E-A-T und all der Änderungen, die es mit sich bringt, sind Backlinks immer noch wesentlich für den Erfolg der Suchmaschinenoptimierung. Google selbst hat kürzlich erklärt, dass Links immer noch eine Schlüsselrolle in ihrem Ranking-Algorithmus spielen. Kurz gesagt, qualitativ hochwertige Inhalte und Links sollten weiterhin die Grundlage jeder SEO-Strategie sein. Dabei sollte unbedingt die Qualität, nicht die Quantität der Inhalte im Vordergrund stehen. Backlinks sollten nach Möglichkeit stets im Kontext eines Zitats stehen.

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